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Amazon anbinden

AnleitungZuletzt geprüft am 18.10.2026

Amazon-Verkäuferkonto (EU-Marktplätze) über Seller Central mit allverto verbinden – Aufträge, FBA-Bestellungen, Bestand, Preise, Versandbestätigung mit Sendungsnummer und automatischer Rechnungsupload.

allverto verbindet dein Amazon-Verkäuferkonto über die Selling Partner API (SP-API). Du meldest dich dafür einmal in Seller Central an und gibst allverto frei – Zugangsdaten tippst du nicht ab.

Was wird abgeglichen?

RichtungWasWann
Amazon → allvertoBestellungen aller gewählten EU-Marktplätze, sobald sie bezahlt sind („Unversandt“)alle 2 Minuten
Amazon → allvertoFBA-Bestellungen (Versand durch Amazon) als bereits versendetalle 2 Minuten
allverto → Amazonverfügbarer Bestand je Händler-SKU (nicht für FBA)alle 10 Minuten und nach Lagerbuchungen
allverto → AmazonPreis (Kanalpreis aus dem Artikel) auf jedem gewählten Marktplatz, außerhalb des Euro umgerechnetmit dem Bestand
allverto → AmazonVersandbestätigung mit Paketdienst und Sendungsnummerbeim Versand
allverto → AmazonRechnungen, Gutschriften und Stornorechnungen als PDF zur Bestellungnach dem Festschreiben, innerhalb weniger Minuten
allverto → AmazonStornos, die du in allverto auslöst (ganze Positionen, mit Stornogrund)innerhalb weniger Minuten
Amazon → allvertoRetourennach Aktivieren in der Abgleichübersicht, Standard stündlich
  • Zuordnung: Amazon-Angebote werden über die Händler-SKU der Artikelnummer zugeordnet. Lege die SKU in Seller Central deshalb gleich der Artikelnummer in allverto an.
  • Ausstehende Bestellungen (noch nicht bezahlt) holt allverto noch nicht; sie kommen, sobald Amazon sie freigibt.
  • Stornos übernimmt allverto: Storniert Amazon eine offene Bestellung, wird der Auftrag storniert. Umgekehrt meldet allverto Stornos aus allverto an Amazon; welcher Stornogrund dabei an Amazon geht, legst du unter Zuordnungen (Zahlart, Kundengruppe, Storno)… fest (siehe Zuordnungen).
  • Notiz des Auftrags: Marktplatz (z. B. amazon.fr), Prime, Amazon Business und das späteste Versanddatum.

Bevor du anfängst

  • Verbinden dürfen Rollen mit dem Recht „Verkaufskanäle verbinden“ (in der Regel Inhaber und Administration).
  • Du brauchst den Hauptzugang (Inhaber) deines Amazon-Verkäuferkontos. Nur er darf Apps freigeben.
  • Lege die Händler-SKU deiner Angebote gleich der Artikelnummer in allverto an.

Schritt für Schritt: Mit Amazon verbinden

  1. In allverto: Bereich Verkauf → unten links Einstellungen → im Fenster Verkaufs-Einstellungen unter Kanäle den Punkt Verkaufskanäle.
  2. Klick auf Marktplatz verbinden und wähle Amazon. Steht Amazon schon unter „Noch nicht verbundene Shops und Marktplätze“ (z. B. mit älteren Aufträgen), klick stattdessen auf dessen Karte auf Shop verbinden – bisherige Aufträge bleiben zugeordnet.
  3. Oben ist Über Amazon anmelden gewählt. Name in allverto eintragen und die Marktplätze ankreuzen – neben den EU-Marktplätzen auch amazon.co.uk (Großbritannien) und amazon.com.tr (Türkei). Der zuerst gewählte Marktplatz ist der Hauptmarktplatz (so markiert): Für ihn liest allverto die Angebote; Preise meldet allverto an alle gewählten Marktplätze.
  4. Den Schalter FBA-Aufträge übernehmen an- oder ausschalten (siehe unten) und eine Auftragsfarbe wählen.
  5. Klick auf Mit Amazon verbinden. Seller Central öffnet sich; melde dich an und bestätige die Freigabe für allverto.
  6. Amazon leitet dich zurück zu allverto. allverto prüft die Verbindung, legt den Kanal an und holt sofort die ersten Bestellungen.

Kundendaten (Name, Adresse, E-Mail)

Amazon gibt Name, Straße und E-Mail nur an Apps heraus, die die Rolle Direct-to-Consumer Shipping haben. Fehlt sie, kommen Bestellungen nur mit PLZ, Ort und Land; im Auftrag steht dann ein Hinweis, und Verbindung testen zeigt eine Warnung. Den Namen und die Straße siehst du in diesem Fall in Seller Central. Etiketten lassen sich ohne Adresse nicht erstellen.

Käuferdaten nach dem Versand anonymisieren

Die Amazon-Datenschutzrichtlinie erlaubt, personenbezogene Käuferdaten höchstens 30 Tage nach dem Versand zu speichern. Bei Amazon-Kanälen ist deshalb Käuferdaten nach Versand anonymisieren mit 30 Tagen eingeschaltet – zu sehen und änderbar in den Kanal-Einstellungen und unter Verkauf → Einstellungen → Kundengruppen & Labels. Jede Nacht entfernt allverto bei Aufträgen, die seit der Frist versendet oder storniert sind:

  • Name, Anschrift, E-Mail und Telefon in Liefer- und Rechnungsadresse sowie Kundenreferenz, USt-IdNr. und Kundennotiz,
  • Texte und Anhänge der Marktplatz-Nachrichten (die Unterhaltung mit Status und Zeiten bleibt),
  • Versand- und Retourenetiketten (die Sendungsnummer bleibt),
  • personenbezogene Werte im Änderungs-, E-Mail- und Bestätigungsprotokoll,
  • den Kundenstamm, wenn der Kunde nur aus solchen Aufträgen besteht – Kunden mit Aufträgen aus anderen Kanälen, Belegen ohne Auftrag, Abos oder Kassenbons bleiben unverändert.

Es bleiben Lieferland, Positionen, Beträge, Steuerdaten und Nummern. Rechnungen, Gutschriften und andere Belege bleiben unverändert – sie müssen bis zu 10 Jahre aufbewahrt werden, das erlaubt auch die Amazon-Richtlinie. Aufträge mit offener Retoure warten, bis die Retoure abgeschlossen ist. Im Auftrag steht danach Käuferdaten anonymisiert am …; ein gelöschtes Etikett lässt sich nicht mehr drucken. Jeder Lauf steht mit den Anzahlen im Systemprotokoll.

FBA: Versand durch Amazon

  • FBA-Bestellungen übernimmt allverto erst, wenn Amazon sie versendet hat – als Auftrag im Status Versendet mit Versandart „Amazon (FBA)“ und dem Hinweis nicht kommissionieren.
  • Sie reservieren keinen Bestand, erscheinen nicht in der Kommissionierung und werden nie an Amazon zurückgemeldet. In Auswertungen zählen sie normal mit.
  • Den FBA-Bestand führt Amazon. allverto liest ihn nur (er steht im Abgleich) und überschreibt ihn nie.
  • Willst du FBA-Bestellungen nicht in allverto haben, schalte FBA-Aufträge übernehmen aus (Rechtsklick auf die Amazon-Karte → Verbindungseinstellungen…).

Bestand, Preise und Überverkäufe

  • allverto meldet den verfügbaren Bestand deines Lagers an alle gewählten Marktplätze. Bei erlaubten Überverkäufen (Artikelfenster → Reiter Verkaufskanäle → Regler Überverkäufe) mindestens die eingestellte Menge.
  • Der Preis (Kanalpreis des Artikels, sonst Verkaufspreis, jeweils brutto) geht an jeden gewählten Marktplatz in dessen Währung. Für amazon.pl, amazon.se, amazon.co.uk und amazon.com.tr rechnet allverto den Euro-Preis zum Tageskurs (Firmenkurs, sonst EZB-Kurs, siehe Währungen) in PLN, SEK, GBP bzw. TRY um. Fehlt ein Kurs, bleibt der Preis auf diesem Marktplatz unverändert und das Abgleich-Protokoll nennt den Grund.
  • Bis 20 Änderungen schickt allverto einzeln; bei mehr Artikeln als Feed auf einmal. Amazon verarbeitet Feeds mit etwas Verzögerung; abgelehnte Angebote meldet Amazon dann in Seller Central.

Versand bestätigen

Beim Versand meldet allverto die Bestellung mit Paketdienst und Sendungsnummer als versendet. DHL, Deutsche Post, DPD, GLS, Hermes, UPS und FedEx übersetzt allverto in die Amazon-Codes; DHL Express und Speditionen gehen als „Sonstiger Paketdienst“ mit Namen. Amazon verlangt eine Sendungsnummer – erstelle zuerst ein Etikett. Etiketten aus der Testumgebung gibt allverto nicht weiter.

Prime durch Verkäufer: Versandfrist und Etiketten über Amazon

Die Versandfrist (spätester Versand laut Amazon) und das Prime-Kennzeichen stehen als eigene Felder am Auftrag – nicht mehr als Notiz. In der Auftragsliste zeigt die Spalte Versand bis die Frist (rot, wenn sie überschritten ist) mit Prime-Kennzeichen; links findest du die Filter Versand heute fällig und Versandfrist überschritten. Picklisten nehmen bei gleicher Priorität die früheste Frist zuerst.

Für eigene Amazon-Bestellungen (nicht FBA) kaufst du Versandetiketten direkt über Amazon („Versand kaufen“): Rechtsklick auf den Auftrag → Versand → Etikett über Amazon kaufen…. allverto zeigt die Angebote der Paketdienste mit Preis und Zustelldatum, schlägt eines nach den Regeln des Kanals vor und speichert das Etikett wie jedes andere. Amazon bestätigt den Versand mit dem Kauf selbst; allverto bucht den Auftrag als versendet. Mehrere Aufträge auf einmal kauft allverto automatisch nach den Regeln.

Die Regeln stellst du unter Verkaufskanäle → Amazon-Karte → Verbindungseinstellungen… ein: Versandetiketten über Amazon kaufen, erlaubte Paketdienste, Höchstbetrag je Etikett, günstigstes oder schnellstes Angebot und Standard-Paketmaße.

Rechnungen an Amazon hochladen

Amazon verlangt von Händlern, die ihre Rechnungen selbst schreiben, dass jede Rechnung zur Bestellung hochgeladen wird – Kunden laden sie dann direkt in ihrem Amazon-Konto herunter. allverto erledigt das automatisch.

Was wird hochgeladen?

  • Festgeschriebene Rechnungen zu Amazon-Aufträgen – für Versand durch dich und für FBA.
  • Rechnungskorrekturen (Gutschriften) und Stornorechnungen zu diesen Rechnungen (bei Amazon als Gutschrift).
  • Nie Rechnungsentwürfe und Proforma-Rechnungen – erst das Festschreiben stößt den Upload an.

Hochgeladen wird genau das archivierte PDF des Belegs mit Rechnungsnummer, Gesamtbetrag und enthaltener Umsatzsteuer. Amazon prüft den Beleg und bestätigt ihn meist nach wenigen Minuten.

Einmalig in Seller Central einrichten

  1. Seller Central → Einstellungen → Steuereinstellungen (bzw. Rechnungseinstellungen): Eigene Rechnungen hochladen aktivieren.
  2. Nutzt du den Amazon-USt-Berechnungsservice (VCS), erstellt Amazon die Rechnungen selbst. Dann lehnt Amazon eigene Rechnungen ab bzw. dein Kunde bekäme zwei Rechnungen – schalte in diesem Fall den Upload in allverto aus (siehe unten) oder VCS in Seller Central ab.
  3. Bei eigener App (Self-Authorization): der App zusätzlich die Rolle Steuerrechnungen (Tax Invoicing) geben und neu autorisieren.

Ein- und ausschalten

Rechtsklick auf die Amazon-Karte → Verbindungseinstellungen… → Schalter Rechnungen automatisch an Amazon hochladen → Speichern. Die Einstellung ist für Amazon-Kanäle standardmäßig an. Dort siehst du auch, wie viele Belege bisher hochgeladen wurden und wie viele einen Fehler haben.

Stand am Beleg sehen und erneut hochladen

  • In Rechnungen und Gutschriften zeigt die Spalte Amazon-Upload den Stand je Beleg: Offen, Wird von Amazon geprüft, Hochgeladen oder Fehler. Fährst du mit der Maus über den Stand, steht dort die Amazon-Bestellnummer bzw. Amazons Fehlermeldung.
  • Im Beleg-Fenster steht der Stand unten neben dem Status.
  • Bei Fehler: Ursache beheben (z. B. „Eigene Rechnungen hochladen“ aktivieren) und in der Spalte auf Erneut hochladen klicken – oder per Rechtsklick → Erneut an Amazon hochladen.
  • Belege, die vor dem Einschalten ausgestellt wurden, stehen auf Nicht vorgemerkt. Mit Jetzt an Amazon hochladen (Rechtsklick) lädst du sie einzeln nach – das geht auch, wenn die Automatik im Kanal aus ist.

Vorübergehende Störungen (Amazon überlastet, Verbindung weg) wiederholt allverto automatisch mit wachsendem Abstand; erst nach mehreren erfolglosen Versuchen steht der Beleg auf Fehler.

Mit eigener App verbinden (Self-Authorization)

Hast du ein eigenes Amazon-Entwicklerkonto, kannst du statt der allverto-App deine private SP-API-App verwenden:

  1. In Seller Central: Apps und Services → Apps entwickeln → App anlegen mit den Rollen Bestandsverwaltung und Bestellverfolgung, Produktlisting, – für Adressen – Direct-to-Consumer Shipping und – für den Rechnungsupload – Steuerrechnungen (Tax Invoicing).
  2. LWA-Anmeldedaten anzeigen: Client-ID und Client-Secret kopieren.
  3. Bei der App Autorisieren wählen und den Refresh-Token (beginnt mit Atzr|) kopieren.
  4. Händlertoken aus Einstellungen → Kontoinformationen → Händlertoken kopieren.
  5. In allverto im Fenster Amazon verbinden oben Eigene App (Self-Authorization) wählen, LWA-Client-ID, LWA-Client-Secret, Refresh-Token und Händlerkennung (Merchant Token) einfügen, Verbindung testen und Verbinden.

allverto speichert alle Zugangsdaten verschlüsselt.

Verbindung verwalten

Rechtsklick auf die Amazon-Karte → Verbindungseinstellungen…: Marktplätze, FBA-Import und Rechnungsupload ändern und Speichern – sowie Neu mit Amazon verbinden, falls die Freigabe widerrufen wurde (nicht bei eigener App: dort verbindest du mit einem neuen Refresh-Token). Alles Weitere (synchronisieren, Protokoll, pausieren, trennen) wie bei den anderen Kanälen, siehe Shops und Marktplätze verbinden. Jeder Abgleich steht im Abgleich-Protokoll, im Systemprotokoll und in der Abgleichübersicht.

Häufige Fragen

„Amazon verweigert den Zugriff“

Die Freigabe wurde in Seller Central unter Apps verwalten widerrufen, oder der App fehlt eine Rolle. Verbinde erneut über Verbindungseinstellungen → Neu mit Amazon verbinden.

„Amazon begrenzt gerade die Anfragen“

Amazon erlaubt nur wenige Abrufe pro Minute. allverto wartet automatisch und versucht es erneut; was nicht klappt, holt der nächste Abgleich nach.

Eine Bestellung hat keinen Namen und keine Straße.

Der App fehlt die Rolle Direct-to-Consumer Shipping (siehe oben). Die Adresse steht in Seller Central.

Eine Rechnung steht auf „Fehler“.

Fährst du mit der Maus über Fehler, siehst du Amazons Meldung. Häufigste Ursachen: In Seller Central ist Eigene Rechnungen hochladen nicht aktiv, der USt-Berechnungsservice (VCS) ist an, oder die eigene App hat die Rolle Tax Invoicing nicht. Nach dem Beheben Erneut hochladen klicken.

Werden auch Proforma-Rechnungen oder Entwürfe hochgeladen?

Nein. Nur festgeschriebene Rechnungen, Gutschriften und Stornorechnungen.

Kann ich neue Angebote aus allverto auf Amazon anlegen?

Ja, unter Verkauf → Marktplatz-Angebote – einzeln oder über Vorlagen, auch an vorhandene Produkte (ASIN) angehängt. Siehe Marktplatz-Angebote. Angebote, die du in Seller Central anlegst (mit der Artikelnummer als SKU), gleicht allverto genauso bei Bestand und Preis ab.

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