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Lieferavis, Aufträge und Abrechnung

AnleitungZuletzt geprüft am 20.10.2026

Artikel freigeben, Ware per Lieferavis anliefern, Aufträge an den Fulfiller übergeben, beim Fulfiller kommissionieren und versenden und Leistungen abrechnen.

Sobald Händler und Fulfiller verbunden sind, läuft der Alltag über Artikelfreigabe, Lieferavise und Auftragsübergabe. Als Händler arbeitest du unter Versand → Fulfillment-Netzwerk, Sicht Als Händler, Reiter Meine Fulfiller – dort hat jede Verbindung ihre eigenen Reiter. Als Fulfiller buchst du Wareneingang, Kommissionieren und Packen in der Lager-App.

Als Händler

Artikel freigeben

Reiter Artikelfreigabe: Wähle die Artikel, die der Fulfiller lagern soll, und klicke auf Freigeben. Mit Freigabe entziehen nimmst du sie zurück.

Ware anliefern (Lieferavis)

  1. Reiter Lieferavise → Lieferavis anlegen.
  2. Fulfiller wählen, Erwartet am, Deine Referenz (z. B. Bestell- oder Lieferscheinnummer) und einen Hinweis an den Fulfiller.
  3. Positionen mit Artikel und Menge hinzufügen.
  4. Avis senden.

Bucht der Fulfiller den Wareneingang, erscheint der Bestand automatisch in deinem Fulfiller-Lager.

Aufträge übergeben

  1. Reiter Aufträge, Ansicht Bereit zur Übergabe (weitere Ansichten: Beim Fulfiller, Alle übergebenen).
  2. Aufträge auswählen und An Fulfiller übergeben wählen.
  3. Die Aufträge werden mit „Beim Fulfiller“ zurückgehalten – eigener Versand und Picklisten sind dafür gesperrt, bis der Fulfiller meldet.

Hat dein Auftrag ein Datum unter Versand frühestens am, geht es mit. Der Fulfiller plant den Auftrag erst ab diesem Tag auf eine Pickliste. Änderst du das Datum später, bekommt der Fulfiller es mit, solange er noch nicht pickt.

Aufträge automatisch übergeben

Im Reiter Automatische Übergabe einer Verbindung schaltest du Aufträge automatisch übergeben ein. Übergeben wird – ältere zuerst – nur, was der Bestand beim Fulfiller vollständig deckt (Sets nach Komponenten); nicht freigegebene Artikel werden dabei freigegeben. Eingrenzen kannst du mit Nur bezahlte Aufträge, Versandarten, Kanäle und Firmen. Bei mehreren Fulfillern mit Automatik entscheidet die Reihenfolge: Ein Auftrag geht an den ersten, der alles liefern kann.

Nicht automatisch übergeben werden Aufträge ohne Versandart, zurückgehaltene, Aufträge auf einer Pickliste, mit festem eigenem Versandlager oder bereits teilgeliefert. Den Grund je Auftrag zeigt der Reiter Aufträge in der Spalte Automatische Übergabe. Jede Übergabe steht in der Historie des Auftrags.

Mit Übergabe zurückziehen sind die Aufträge wieder für den eigenen Versand frei, solange der Fulfiller noch nicht begonnen hat. Stornierst du einen übergebenen Auftrag, sieht der Fulfiller „Storno angefragt“.

Versendet der Fulfiller, wird dein Auftrag automatisch als versendet gebucht – inklusive Versandmeldung an deinen Shop. Retouren erscheinen bei dir unter Retouren.

Versand über deinen eigenen Versandzugang

Im Reiter Versand einer Verbindung schaltest du Etiketten über meinen eigenen Versandzugang erstellen ein und legst fest, welcher deiner Versanddienstleister gilt: je Versandart des Auftrags oder als Standard (alle übrigen), optional mit Produkt. Der Fulfiller druckt am Packtisch dann Etiketten mit deinem Vertrag – das Porto rechnet der Dienstleister direkt mit dir ab, beim Fulfiller entsteht kein Versandposten (höchstens das Handling laut Vertrag).

Das Etikett entsteht in deiner Firma: Deine Zugangsdaten verlassen allverto nie, der Fulfiller sieht nur Dienstleister, Produkt, Sendungsnummer und das Etikett. Absender ist deine Firma mit „c/o“ und der Adresse des Fulfiller-Lagers – Rücksendungen gehen also an den Fulfiller. Die Sendung steht ganz normal an deinem Auftrag (Tracking, Versandmeldung an den Shop). Ist dein Zugang pausiert oder fehlt einer für die Versandart, bekommst du eine Benachrichtigung; der Fulfiller meldet dann von Hand. Im selben Reiter siehst du die so erstellten Etiketten und – falls der Fulfiller über seinen Vertrag versendet – seine Portoposten je Auftrag.

Als Fulfiller

Wareneingang zum Lieferavis

Reiter Lieferavise: Hier siehst du die Avise mit ihren Positionen. Eingebucht wird in der Lager-App unter Wareneingang. Dort steht das Avis bei den erwarteten Lieferscheinen mit dem Kennzeichen FFN: Artikel scannen, Menge, Lagerplatz scannen, einbuchen. Mit Avis abschließen ist es erledigt. Im Avis-Fenster führt In der Lager-App einbuchen direkt dorthin.

Aufträge abarbeiten (Pick und Pack in der Lager-App)

Übergebene Aufträge heißen bei dir FFN-Aufträge (Nummer FA-…). Du arbeitest sie wie eigene Aufträge in der Lager-App ab:

  1. Pickliste: Eine Picklistenvorlage, die unter Plattformen „Fulfillment-Netzwerk (FFN)“ oder bestimmte Händler einschränkt, plant FFN-Aufträge mit ein. In der Lager-App tragen sie das Kennzeichen FFN. Der Scan bucht die Fremdware direkt aus dem Fulfillment-Bestand des Händlers ab.
  2. Packen: Am Packtisch findest du den Auftrag über die FA-Nummer, die Bestellnummer des Händlers oder die Pickliste, prüfst die Ware per Scan und meldest mit Versand melden Dienstleister, Sendungsnummer und Pakete. Siehe Packen.
  3. Der Händler erhält Status und Sendungsnummer; sein Auftrag wird automatisch als versendet gebucht.

Im ERP siehst du die FFN-Aufträge unter Versand → Fulfillment-Netzwerk, Sicht Als Fulfiller, Reiter Aufträge (Offen / Erledigt) mit Empfänger, Versand bis und Fehlbestand. Ohne Lager-App kannst du dort auch von Hand Kommissionierung beginnen, Gepackt melden und im Auftragsfenster Versand buchen (Versanddienstleister, Pakete, Sendungsnummer). Überfällige Aufträge sind als „Versand überfällig“ markiert, Aufträge mit späterem Versanddatum zeigen „Versand erst ab …“. Bei „Händler hat storniert“ bestätigst du mit Stornierung bestätigen.

Retoure

Im versendeten Auftrag Retoure buchen und je Position Menge und Entscheidung wählen: Wieder einlagern (mit Lagerplatz) oder Entsorgen.

Bestand korrigieren

Reiter Bestand: Rechtsklick → Bestand korrigieren mit Menge (±) und Grund.

Versandetikett am Packtisch

Für FFN-Aufträge erstellt allverto das Etikett jetzt selbst – in dieser Reihenfolge:

  1. Vertrag des Händlers, wenn der Händler ihn für die Verbindung vorgibt: In der Lager-App beim Packen Etikett über Händlervertrag, im Auftragsfenster im Abschnitt Versandetikett → Etikett erstellen. Erstellt wird im Mandanten des Händlers; du bekommst nur Etikett, Sendungsnummer und Produkt.
  2. Dein eigener Vertrag, wenn du in Profil & Preise Etiketten für Kunden über eigene Versandzugänge erstellen eingeschaltet hast: Du wählst einen deiner Versanddienstleister. Dafür brauchst du zusätzlich das Recht für den Versand.
  3. Sonst wie bisher: Versand melden mit Dienstleister und Sendungsnummer von Hand – das geht immer.

Gewicht und Pakete übernimmst du wie bei eigenen Aufträgen (ohne Angabe aus den Artikelgewichten). Mit Gleich Versand melden wird der Auftrag direkt versendet gemeldet; sonst übernimmt Versand melden später Dienstleister, Sendungsnummer und Pakete aus dem Etikett. Solange nicht versendet ist, kannst du ein Etikett stornieren (beim Dienstleister, wenn er Stornos kennt) und im Auftragsfenster jederzeit erneut drucken. Zolldaten (Zolltarifnummer, Ursprungsland, Gewicht, Warenwert) kommen aus den Positionen und Artikeln des Händlers. Beide Seiten protokollieren, wer wann welches Etikett erstellt hat.

Standardlager je Kunde

Im Reiter Kunden per Rechtsklick → Kundeneinstellungen legst du ein Standardlager und optional einen Lagerbereich fest. Der Wareneingang in der Lager-App schlägt Plätze in diesem Lager vor und warnt, wenn du in einem anderen Lager einbuchst. Picklisten planen die FFN-Aufträge dieses Kunden nur aus dem Standardlager, Plätze des Lagerbereichs zuerst; der Fehlbestand bezieht sich auf dieses Lager. Ohne Festlegung bleibt alles wie bisher.

Lohnfertigung

Bietet der Fulfiller in Profil & Preise die Leistung Lohnfertigung an, fertigt er aus deiner eingelagerten Rohware einen Fertigartikel – etwa Kaffee rösten und abfüllen oder Sets konfektionieren.

Als Händler

  1. Rohware wie gewohnt per Lieferavis schicken.
  2. Unter Meine Fulfiller den Reiter Lohnfertigung öffnen → Fertigungsauftrag anlegen.
  3. Fertigartikel, Menge und Wunschtermin wählen. Hat der Artikel eine Stückliste in der Produktion, werden die Rohartikel mit ihrer Gesamtmenge übernommen; sonst trägst du sie selbst ein.
  4. Auftrag übergeben. Fertig- und Rohartikel werden dabei automatisch freigegeben.

In der Liste und im Auftragsfenster siehst du Status, gefertigte Menge, Verbrauch, Ausschuss, Chargen und was beim Fulfiller noch fehlt. Jede Rückmeldung bucht in deinem Fulfiller-Lager die Rohware ab und den Fertigartikel (mit Charge und MHD) zu – er ist sofort verkaufbar und lässt sich wie jeder Auftrag an den Fulfiller übergeben, auch automatisch.

Solange der Fulfiller nicht begonnen hat, kannst du Zurückziehen. Danach geht nur noch Mit Restmenge abschließen.

Als Fulfiller

Reiter Fertigungsaufträge: Auftrag öffnen. Die Tabelle zeigt je Rohartikel Soll, Rest, verfügbare Menge und Fehlmengen. Fertigung beginnen geht erst, wenn alles eingelagert ist; mit Ablehnen (mit Grund) lehnst du einen noch nicht begonnenen Auftrag ab.

Mit Rückmelden buchst du Gutmenge, Lagerplatz, Charge und MHD (Pflicht, wenn der Händler den Artikel so führt), je Rohartikel Verbrauch und Ausschuss, Minuten und eigenes Material wie Verpackung als Betrag. Teilmengen sind möglich; ist die Menge erreicht oder Danach abschließen gesetzt, ist der Auftrag erledigt.

Abgerechnet wird über die Leistungsabrechnung: Fertigung je Stück und Fertigungszeit je Minute nach deiner Preisliste (beide optional) sowie das Material als eigene Position. Beide Seiten bekommen bei jedem Schritt eine Benachrichtigung.

Abrechnung (Fulfiller)

Reiter Abrechnung: Wareneingang, Pick, Verpackung, Versand und Retoure sammelt allverto als Leistungsposten nach deiner Preisliste, die Lagerkosten je Platz und Tag kommen dazu. Weitere Posten erfasst du mit Sonstige Leistung. Wähle Kunde und Monat und klicke auf Rechnung erstellen – die Rechnung findest du danach unter Verkauf → Rechnungen.

Versand und Porto abrechnen

Wie der Versand abgerechnet wird, legst du je Kunde in den Kundeneinstellungen unter Versand abrechnen fest:

  • Pauschale je Paket (Preisliste) – wie bisher der Preis Versand.
  • Tatsächliches Porto je Etikett (nur bei Etiketten über deinen Vertrag): Preis, den der Dienstleister beim Etikett liefert (z. B. UPS, FedEx, DHL Express, Internetmarke), sonst der passende Eintrag deiner Portotabelle (Profil & Preise), sonst die Pauschale mit dem Hinweis „Pauschale (kein Porto ermittelt)“. Dazu optional Aufschlag auf das Porto in % und Handling je Paket.

Je Paket entsteht ein Leistungsposten Porto mit Dienstleister, Produkt, Sendungsnummer, Gewicht und Zielland; stornierst du das Etikett vor dem Versand, fällt er weg. Auf der Monatsrechnung steht das Porto als Sammelposition „Porto lt. Einzelnachweis“ mit demselben Steuersatz wie die übrigen Leistungen; den Einzelnachweis lädst du in der Abrechnung über Einzelnachweis Porto als CSV herunter. Der Händler sieht seine Portoposten in seiner Fulfiller-Ansicht. Bei Etiketten über den Vertrag des Händlers gibt es keinen Portoposten, nur optional Versand über Händlervertrag (Handling) laut Preisliste.

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