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Die JTL-Wawi-REST-API einrichten

AnleitungZuletzt geprüft am 15.10.2026

Was die REST-API der JTL-Wawi ist, ab welcher Version sie geht, wie du den REST-Server aktivierst, allverto als App registrierst – und was die API liefert und was nicht.

Die JTL-Wawi hat eine eigene Programmierschnittstelle: die JTL-Wawi-API, oft auch „REST-API“ oder „REST-Server der Wawi“ genannt. Über sie kann ein anderes Programm – hier allverto – Artikel, Kunden und Belege aus deiner Wawi lesen, ohne direkt in die Datenbank zu greifen. Diese Seite erklärt, was du dafür in der Wawi einrichten musst.

Erster Schritt des Umzugs-Assistenten mit gewählter Quelle „JTL-Wawi-API“: Adresse der Wawi-API, API-Schlüssel und Mandanten-ID
(1) Quelle „JTL-Wawi-API“ wählen, (2) Adresse des REST-Servers, (3) API-Schlüssel aus der App-Registrierung, (4) Link zu dieser Hilfe

Was ist die REST-API – in einfachen Worten?

Stell dir den REST-Server als Empfangsschalter deiner Wawi vor. Programme, die Daten wollen, fragen am Schalter an („gib mir alle Rechnungen“). Der Schalter prüft, ob das Programm einen gültigen Ausweis hat – den API-Schlüssel – und gibt dann genau die freigegebenen Daten heraus.

  • Der REST-Server ist ein Programm von JTL, das in deinem Firmennetz läuft, meist auf demselben Rechner wie die Wawi oder ihr SQL Server.
  • Er ist über eine Adresse wie http://wawi-server:5883/api/eazybusiness erreichbar. wawi-server ist der Name oder die IP deines Rechners, 5883 der Port (bei dir kann es ein anderer sein), eazybusiness der Name deiner Wawi-Datenbank.
  • Jedes Programm muss sich einmal als App registrieren. Du bestätigst die Registrierung in der Wawi, danach bekommt das Programm seinen API-Schlüssel.
  • allverto meldet sich als App „allverto – Umzug von JTL-Wawi“ an und fragt nur Lesezugriff an (dazu optional das Drucken von Rechnungs-PDFs). allverto ändert in deiner Wawi nichts.

Ab welcher Wawi-Version?

allverto nutzt die API in der Fassung, die JTL für die Wawi 2.1 und 2.2 veröffentlicht hat (Pfade mit /v2/…). Mit diesen Versionen ist der API-Weg gebaut und getestet.

Schritt für Schritt

1. REST-Server in der Wawi aktivieren

  1. Melde dich an der JTL-Wawi als Benutzer mit Administrationsrechten an.
  2. Richte den REST-Server so ein, wie JTL es für deine Version beschreibt, und starte ihn. Notiere dir dabei den Port, auf dem er lauscht.
  3. Prüfe, dass der Server läuft: Ein Rechner im Firmennetz muss die Adresse http://<wawi-server>:<port>/api/eazybusiness erreichen können (Firewall des Wawi-Rechners für diesen Port im internen Netz freigeben).

2. allverto als App registrieren

Die Registrierung startest du mit dem Hilfsprogramm jtl-bridge auf einem Rechner im Firmennetz:

jtl-bridge register --api-url http://wawi-server:5883/api/eazybusiness
  1. jtl-bridge schickt die Registrierungsanfrage an deinen REST-Server und meldet: „Registrierung gesendet … Bitte jetzt in der JTL-Wawi unter Admin → App-Registrierung bestätigen“.
  2. Öffne in der Wawi die App-Registrierung. So heißt der Punkt laut unseren Unterlagen in Wawi 2.2: Admin → App-Registrierung. Dort steht die Anfrage von allverto – Umzug von JTL-Wawi mit den angefragten Rechten.
  3. Prüfe die Rechte (nur Lesen, optional Rechnungen drucken) und bestätige die Anfrage.
  4. jtl-bridge fragt alle 5 Sekunden nach. Nach der Bestätigung zeigt es den API-Schlüssel an – nur dieses eine Mal. Kopiere ihn sofort.
  5. Bestätigst du nicht innerhalb von 10 Minuten, bricht jtl-bridge ab – starte die Registrierung dann einfach neu.

3. In allverto eintragen

  1. Öffne Einstellungen → Datenübernahme → Umzug von JTL-Wawi, Schritt Quelle verbinden.
  2. Wähle JTL-Wawi-API.
  3. Trage bei Adresse der Wawi-API die Adresse aus Schritt 1 ein, z. B. http://wawi-server:5883/api/eazybusiness.
  4. Füge den API-Schlüssel ein. allverto speichert ihn verschlüsselt; beim nächsten Öffnen steht dort „Hinterlegt – leer lassen, um ihn zu behalten“.
  5. Mandanten-ID (optional): nur ausfüllen, wenn deine Wawi eine verlangt. Bei einer Wawi im eigenen Haus bleibt das Feld meist leer.
  6. Lass Rechnungs-PDFs über die API holen an, wenn deine Rechnungen als PDF mitkommen sollen (die Wawi erzeugt sie dafür neu).
  7. Optional: Trage den SQL Server ein – dann ergänzt jtl-bridge, was die API nicht liefert (siehe unten).
  8. Klicke auf Quelle speichern.

4. Daten hochladen

Weil der REST-Server nur im Firmennetz erreichbar ist (und das auch so bleiben soll), lädt jtl-bridge die Daten hoch: Import-Token erzeugen, dann den angezeigten Befehl im Firmennetz ausführen, z. B.

jtl-bridge upload --url https://erp.allverto.cloud --token avjtl_… --fill-from-db

Weiter geht es im Assistenten mit Gefundene Daten und Zuordnungen – siehe Umzug von JTL-Wawi: so läuft es ab.

Was liefert die API – und was nicht?

DatenÜber die APIBemerkung
Nummernkreise, Firmendaten, Steuern, Zahlungs- und Versandarten, Kundengruppen, Lager, Kategorien, Hersteller, Merkmaleja
Artikelteilweiseohne Stücklisten-Komponenten; Attribute nur als Kennung ohne Namen
Eigene FelderteilweiseAuswahllisten kommen als Text
LieferantenteilweiseListe ohne Anschrift und Konditionen
Kunden, Bilder, BeständejaBankverbindungen ohne SEPA-Mandat
Angebote, Aufträge, Lieferscheine, Rechnungen, Zahlungen, Bestellungen, RetourenjaRechnungs-PDFs erzeugt die Wawi neu
Rechnungskorrekturenteilweisenur Kopf und Summen, keine Positionen
Abos, Eingangsrechnungenneinnur über die Datenbank

Wie jtl-bridge die Lücken schließt

Startest du jtl-bridge mit --fill-from-db und hast in allverto zusätzlich den SQL Server hinterlegt, liest es alles, was die API nicht oder nur teilweise liefert, direkt aus der Datenbank: Abos, Eingangsrechnungen, Positionen von Rechnungskorrekturen, Stücklisten, Attributnamen, SEPA-Mandate. Dafür reicht ein Datenbank-Benutzer nur mit Leserecht. Ohne Datenbank fehlen diese Daten – alles andere wird trotzdem übernommen.

Sicherheit und Netzwerk

  • Der REST-Server bleibt im Firmennetz. Gib den Port nicht ins Internet frei. jtl-bridge läuft innen, liest den REST-Server und lädt die Daten nach außen hoch – eingehende Verbindungen braucht es nicht.
  • jtl-bridge lädt nur über HTTPS hoch. Die Daten sind zusätzlich mit einem Schlüssel aus dem Import-Token verschlüsselt.
  • Der API-Schlüssel und das Import-Token sind wie Passwörter: nicht per E-Mail verschicken, nicht in Tickets kopieren. Das Import-Token gilt bis zum Abschluss des Umzugs; danach ist es ungültig.
  • Daten direkt abholen funktioniert nur, wenn die Wawi-API aus dem Internet erreichbar ist. Das empfehlen wir nur mit abgesichertem Zugang (z. B. HTTPS über einen Reverse-Proxy mit Zugriffsbeschränkung). Im Normalfall nimm jtl-bridge.
  • Nach dem Umzug kannst du die App-Registrierung von allverto in der Wawi wieder entfernen.

Fehlerbehebung

MeldungBedeutung und Lösung
„Registrierung abgelehnt … Ist der REST-Server der Wawi gestartet?“Der REST-Server antwortet nicht oder die Adresse stimmt nicht. Adresse, Port und Datenbankname (eazybusiness) prüfen, Server starten, Firewall prüfen.
„Die Wawi-API unter … ist nicht erreichbar.“Netzwerkproblem zwischen jtl-bridge und Wawi-Rechner. Läuft jtl-bridge im selben Netz? Port freigegeben?
„Die Wawi-API lehnt den API-Schlüssel ab (App-Registrierung in der Wawi prüfen).“Schlüssel falsch kopiert oder Registrierung in der Wawi entfernt. Neu registrieren und den neuen Schlüssel in allverto eintragen.
„… keine Lizenz bzw. App nicht freigegeben (402).“Die Wawi gibt die App nicht frei. Freigabe in der App-Registrierung und deine JTL-Lizenz prüfen.
„Die Wawi-API kennt … nicht (Wawi-Version prüfen).“Deine Wawi bietet diesen Teil der API nicht. Wawi aktualisieren oder den Datenbank-Weg nutzen.
Hinweis „Wawi-Version …: der API-Adapter ist für 2.1/2.2 gebaut – Übernahme ungetestet.“Erst einen Probelauf machen und das Protokoll genau prüfen.

Mehr Fälle: Fehlerbehebung beim JTL-Umzug.

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